das Lieblingsfest von Nezabudka 1

Jährliches Feiern von Vogelhochzeit ist ja zum unseren Markenzeichen geworden. Die wunderschöne nichtreligiöse Tradition nahm ihre Wurzeln im Sächsischen Lausitz, wo die Sorben leben – eine slawische Minderheit mitten in Deutschland. Genau da entstand das Fest, bei dem am 25. Januar ein symbolisches Heirat gefeiert wird. Sowohl die Gäste als auch die Vermählten sind bei dieser Hochzeit nur die gefiederten Waldbewohner. Dazu zählen die Eule und die Elster, der Spatz und die Meise und erstaunlicherweise noch der stolze Pfau. Die Kinder verkleiden sich als Braut und Bräutigam oder sind eben die Gäste bei der Verehelichung.

All dieser bunter Karneval der Vögel ist eine Art Tag der Danksagung, an dem die Vögel sich bei den Menschen bedanken, die ihnen geholfen haben, gesund und munter durch den Winter zu kommen. Die Vorbereitungen verlaufen nicht weniger bunt: während eine Gruppe ihre gefiederten Outfits und Masken für das Fest bastelt, ist die andere mit den Hochzeitstorten in der Küche beschäftigt. Und was ist das für ein Fest für Vögel ohne Futterstationen? Die werden nämlich nachhaltig aus allen möglichen Materialien (Tetra-Packs, Karton, Toilettenpapierrollen, alte Teetassen etc.) recycelt und noch rechtzeitig mit Körnern reichlich bestückt. Das ganze lustige Wirrwarr in der Kita wird von dem allbekannten Volkslied «Ein Vogel wollte Hochzeit machen in dem grünen Walde» begleitet.

Valeria Livshits